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Vereinsgeschichte

Am 1. November 1875 versammelten sich sangesfreudige Männer aus der Gemeinde Aegidienberg im Lokale von Herrn Josef Kallenbach (es waren die Herren: Josef Kallenbach, Peter Dahm, Peter Müller, Johann Kurtenbach, Josef Hülder, Theodor Vreden) zwecks Gründung eines Gesangvereins, in welchem besonders das deutsche Volkslied, aber auch größere Chorgesänge gepflegt werden sollen. Nach wenigen Tagen schlossen sich weitere sangesfreudige Männer an, die ersten Proben konnten festgelegt werden.

             

                                                                                                                                                  

 

 

 

 

 

 

Als erstes Probelokal galt die Schule von Aegidienberg.

Der Mitbegründer Herr Lehrer Peter Müller stellte sich dem Verein als Dirigent selbstlos zur Verfügung. Gleichzeitig wählte man Herrn Peter Müller als Präsidenten. Von Probe zu Probe stieg der Verein in seinem Können, und als Lohn verzeichnete der Verein in kurzer Zeit viele Freunde und Gönner. Bei der Jahresversammlung am 1. Dezember 1876 zählte der Verein 33 Mitglieder. Dem Verein legte man den Namen "Liederkranz" bei. Am 26. Dezember 1876 konnte bei Herrn Josef Kallenbach die Fahnenweihe vorgenommen  werden. Der Präsident Herr Peter Müller weihte mit Stolz die Fahne des Vereins mit den Worten: "Ich weihe diese Fahne mit den berechtigten Worten: Der Männer-Gesangverein Liederkranz möge recht lange bestehen zum Wohle der Gemeinde Aegidienberg, zum Wohle des deutschen Liedes, zum Wohle des deutschen Staates und zum Wohle unserer Religion. Das walte Gott".

   

1875              Neues Probenlokal des MGV in der Gaststätte der Gebrüder Dahm

So blieb der Verein treu dem Liede und konnte im Jahre 1900 sein 25jähriges Bestehen feiern. Am 15. Juli 1900 verlief das Fest im vollbesetzten Saale der Gebr. Dahm in würdiger Weise. Liedervorträge sowie musikalische Einlagen gaben dem Fest einen guten Erfolg. In Treuer Sangesbruderschaft zeigte der Verein von Jahr zu Jahr sein Können. So war ein Vierteljahrhundert dahingegangen. Mit Stolz blicken die noch lebenden Gründer des Vereins auf ein Werk, das von ihnen geschaffen wurde unter der Losung: "In Freud und Leid zum Lied bereit".

Von 1914 bis 1918 ruhte der Verein, Infolge des Weltkrieges, welcher im August 1914 ausbrach, mußte der Verein seine Tätigkeit einstellen. Die meisten Mitglieder waren zur Verteidigung des Vaterlandes einberufen worden. Der Vorstand beschloss, den Kassenbestand dem Deutschen Roten Kreuz zu überweisen. Während des ganzen Krieges wurde die Sängerkameradschaft durch Liebesgaben von den noch in der Heimat weilenden Sangesbrüdern aufrechterhalten. Leider kehrten nicht alle Sangesbrüder aus dem Kriege zurück

Auf dem Felde der Ehre starben: Johann Leven, Aegidienberg - Philipp Klein, Hövel;  Ehre ihrem Andenken!

 

1889

 

 

 

1891

 

 

 1892

 

  

Am 16. Januar 1919 nahm der Verein seine Tätigkeit wieder auf. Mit frischer Sangeslust ging man an die Proben, um dem deutschen Liede in der Gemeinde den Platz wieder einzuräumen, der ihm gebührte. Als Dirigent stellte sich Herr Heinrich Dahm uneigennützig dem Verein zur Verfügung. Herr Josef Hückeswagen wurde einstimmig zum Präsidenten des Vereins gewählt. Am 14. Juli 1925 feierte der Verein sein 50jähriges Bestehen. Das Goldene Jubelfest wurde eingeleitet durch einen Festkommers am Samstag, dem 13. Juli. Der Festausschuss unter dem Vorsitz von Herrn Josef Hückeswagen hatte es verstanden, das Fest zu einer würdigen Feier zu gestalten. Die musikalische Leitung hatte der Chorleiter Herr Martin Dahm, der den Verein viele Jahre lang in selbstloser Weise schulte. Immer wieder hatte der Verein es sich  zur Pflicht  und Ehre gemacht, die kirchlichen Festtage durch eine mehrstimmige Messe und durch Chorlieder zu verschönern. Bei vielen Festlichkeiten innerhalb der Gemeinde unterstützte der Verein die Veranstaltung und gab ihr somit ein festliches Gepräge. So ging der M.G.V. "Liederkranz" vertrauensvoll der Zukunft entgegen, bis im Jahre 1939 der zweite Weltkrieg ausbrach. Wieder mußten die meisten Sangesbrüder zum Heeresdienst. Während der Kriegsjahre 1939 bis 1945 ruhte der Verein.

Den Heldentod für unser Vaterland starben: Schmidt Fritz; Klein Johann; Schmitz Willi; Lenzgen Willi; Strack Adolf.

Als vermißt wurden gemeldet: Leven Willi; Wagus Hermann.  Ehre ihrem Andenken!

 

1946 Im August 1946 nahm der Chor seine Tätigkeit wieder auf. Einige Mitglieder nah­men laut Chronik Rücksprache mit Kammer-Musiker a.D. Hans Sutor, der sich in Brüngsberg zur Ruhe gesetzt hatte. Hans Sutor zeigte großes Verständnis für die Bitte des Vereins. Noch im gleichen Monat begann Hans Sutor aus Anlass einer Goldenen Hochzeit mit der Probe. Im Januar 1947 bei der Jahreshauptversammlung im Vereinslokal Ernst Dahm erklärte Hans Sutor seine Sorge bezüglich der stimmlichen Lage des Vereins. Er machte daher den Vorschlag, den Männer-Ge­sang-Verein zu einem gemischten Chor umzustellen. Die Mitglieder erklärten sich einverstanden.  Die Werbung begann und viele musikbegeisterte Damen aus unserer Gemeinde traten dem Verein „Liederkranz  1875" bei.

 

1947   Seit dem 17. Januar 1947 trug der Verein den Namen: Gem. Chor Liederkranz 1875" Aegidienberg.

Mit Freuden begannen die Proben als gemischter Chor.

 

Unter der Chorleitung von Hans Sutor machte der Verein gute Fortschritte. Er legte Wert auf klassisches Liedgut, mehrstimmige Messen und Choräle. Hier seien nur einige Chorwerke genannt: Die „St. Florians-Messe" von Gruber und das „Ave Verum" von Mozart mit Orgel­begleitung von Heinrich Schlimbach. Im Jahre 1949 folgte die Aufführung der zweiten mehrstimmigen Messe für Gem. Chor „Missa Serafica", an der Orgel Willy Hülder. In Aegidienberg warfen große Ereignisse ihre Schatten voraus. Man rüstete für das 75-jährige Vereinsjubiläum, welches natürlich eine große finanziel­le Herausforderung für den Verein darstellte. Aus diesem Grunde wurde im Herbst des Jahres 1949 beschlossen, ein Theaterstück mit eigenen Kräften am 2. Weih­nachtstag aufzuführen, um die Vereinskasse aufzubessern. Spontan fanden sich einige Sängerinnen und Sänger für diese Aufgabe bereit. Die Mitwirkenden bei diesem Theaterstück waren: Grete Hülder, Margret Weinz, Trudi Tentler, Inge Tentler, Helga Klein, Irene Rossbach, Heinrich Schmidt, Matthias Witt, Reiner Leven, Franz Efferoth, Johann Brabender, Werner Lück, Hans Buchholz, Herbert Küpper, Peter Leven, Paul Buch­holz. Die Leitung hatte Herbert Witt und die musikalische Leitung Willy Hülder. Die Theateraufführung war ein voller Erfolg und der Vorstand beschloss, von nun an jährlich am 2. Weihnachtstag ein Theaterstück aufzuführen.

 

1950 Der Kalender zeigte das Datum des 9. Juli an. Es ist der Tag des 75-jährigen Stiftungsfestes des Gemischten Chores Aegidienberg. Das Fest wurde wie immer in einem würdigen Rahmen begangen. Nach einem gemeinsamen Kirchgang und der musikalischen Gestaltung des Festhochamtes, zelebriert durch Dechant Mat­thias Tummer, fand am Nachmittag gegen 15.00 Uhr ein Festzug mit allen Orts­vereinen statt. Der Festzug zog vom Marktplatz nach Hövel und wieder zurück bis zum Ausgang Siefenhoven und zurück zum Vereinslokal Dahm. Dort erwarteten den Verein die bereits anwesenden Gesangvereine Bad Honnef-Selhof, Quirrenbach, Niederdollendorf, Oberpleis und Königswinter, die beim anschließenden Festkonzert mitwirkten. Ebenfalls war für das Festkonzert die Sopranistin Christel Röttgen aus Köln verpflichtet, die musikalisch am Klavier von Dr. Herbert Paffrath unterstützt wurde. Willy Hülder begleitete mit seinem exzellenten Können alle auftretenden Chöre am Klavier.                            

Dem Chorleiter des Gem. Chores Aegidienberg war wieder einmal eine hervorra­gende Zusammenstellung des Konzertes gelungen.Das Publikum im vollbesetzten Saale dankte ihm.

                                                          

1951 Und wieder fand in Aegidienberg ein großes Ereignis statt. Zum 76. Stiftungsfest erhielt der Gem. Chor Besuch vom Gesangverein MGV „Frisch Auf" München-Germering. Die Germeringer wollten den Chorleiter Hans Sutor besuchen, der aus Germering stammte. Für die Süddeutschen eine weite und interessante Reise, war man zuvor doch noch nie am Rhein gewesen. Mit ihrem Gesang verschönten sie natürlich auch das Stiftungsfest des Gem. Chores. Bei diesem Besuch wurden Freundschaften geschlossen und der Gem. Chor versprach, im Jahre 1952 eine Sängerfahrt nach Germering zu unternehmen.

 

1952 Hier jetzt ein Original-Auszug aus der Chronik: "Protokoll über das Chorkonzert vom 30. März 1952"

Zum ersten Mal wohl in der Geschichte unseres Vereins veranstaltete der Gem. Chor Liederkranz 1875 Aegidienberg ein Chorkonzert. Die Anregung hierzu gab uns in erster Linie unserer Dirigent Herr Sutor und der 1. Vorsitzende Herr Hückeswagen. Aber viele Schwierigkeiten waren zu überwinden, bis dieses Vorha­ben Wirklichkeit wurde. Es mußte ein Orchester verpflichtet werden und auch unser Verein mußte eine große Anzahl Lieder und Chöre zum Vortrag bringen, damit ein gutes und umfangreiches Programm zu Stande kam. Aber auch diese Probleme wurden bewältigt. Herr Sutor scheute keine Mühe und keine Arbeit durch häufige Proben und neue Chöre für die Gestaltung des Programms sein Möglich­stes zu tun. Herrn Hückeswagen verdanken wir, daß wir ein Orchester der Kapelle „Alt Linz" für diese Veranstaltung verpflichten konnten, das das Publikum restlos begeisterte und wesentlich zu dem großen Erfolg unseres Vereins beitrug.

 

1955 In Aegidienberg rüstete man sich für das 80-jährige Stiftungsfest und erstmals wurde eine kleine Festschrift über den Verein erstellt. Viele Aegidienberger Ge­schäftsleute haben sich mit Anzeigen an dieser Festschrift beteiligt. Vielleicht sind heute noch einige Exemplare in Aegidienberger Familien vorhanden und man kann darin ersehen, wie die Zeiten sich in Sachen Werbung verändert haben.

Am 3. Juli fand das Jubiläum des Vereins statt. Wie jedes Jahr, wurde auch dies­mal der Geburtstag des Vereins mit einem Festhochamt begonnen. Der Chor sang die Messe „G-Dur" von Schubert mit Solisten, Streichquartett und Orgelbegleitung. Am Nachmittag fand ein großes Festkonzert in dem feierlich geschmückten Saal des Vereinslokals statt, an dem zahlreiche befreundete Chöre teilnahmen. Als Sopransolistin trat Martrud Ommer aus Wuppertal-Elberfeld auf, die in dieser Zeit Gast in Aegidienberg war. Es war für den Chor und seine Gäste eine schöne Geburtstagsfeier.

 

1956 Der Gemischte Chor „Liederkranz 1875" befand sich in einer großen Krise und musste im September 1956 aufgelöst werden. Hiermit war jedoch nicht der Verein „Liederkranz 1875" erloschen. Ein paar muti­ge Männer, nämlich Willy Kirschbaum, Matthias Buchholz, Gottfried Stens, Alfred Dahm und Karl Hückeswagen hatten sich entschlossen, den Verein wieder als reinen Männerchor weiterzuführen. Man fragte bei dem ehemaligen Dirigenten Hans Sutor an, ob er wieder das Dirigat übernehmen würde. Hans Sutor sagte zu und somit begann mit großer Energie der Wiederaufbau und die Probenarbeit für den Männergesangverein „Liederkranz 1875".

 

1959 In Aegidienberg denkt man an die benachteiligten Kinder dieser Welt. Bei der Generalversammlung des Vereins wurde beschlossen, für die Kinder des Kinder­heims St. Josef in Aegidienberg eine kleine Weihnachtsfeier zu veranstalten. Die­se Weihnachtsfeier mit kleinen Präsenten ist für den Männergesangverein zur Tra­dition geworden, an der man bis zur Schließung des Kinderheimes festhielt.

 

1961 Beim 86-jährigen Stiftungsfest am 02.07.1961 wurde die neue Fahne des Vereins von Dechant Matthias Tummer in einem feierlichen Hochamt geweiht. Dechant Tummer übergab die Fahne mit folgendem Appell an den Verein:

  

„Mögen die Mitglieder wie ihre Väter auch weiterhin treu zum Verein und zur Fahne stehen."

 

Hier sang der Chor erstmalig die Messe „Salve Regina pacis" von Huber für vier Männerstimmen mit Orgelbegleitung. Dirigent Hans Sutor hatte sie mit dem Ver­ein einstudiert und Willy Hülder begleitete an der Orgel. Der Chor beschloss bei seiner Generalversammlung am 25. November 1961, nicht nur die Weihnachtsfeier für die Kinder des Kinderheims zu gestalten, sondern auch musikalische Weihnachtsgrüße den Bewohnern des neu erbauten Senioren­heimes zu überbringen. Diese Tradition hat der MGV bis heute, auch nach der Schließung des Kinderheimes, immer noch beibehalten.

 

1963 Hier auf dem Berg sagt man mit Stolz „wir sind Aegidienberger". Wir halten zu­sammen und bewegen im Ort sehr viel. Inzwischen hatte der Chor internationale Kontakte geknüpft. Mitglieder des Männergesangvereins hatten im Fernsehen ei­nen Naturbericht über die „Brandenberger Ache" gesehen und waren von der Landschaft so begeistert, dass sie sich entschlossen, Brandenberg kennenzuler­nen. Bei diesem Besuch im schönen Ort Brandenberg/Tirol knüpfte man sofort Kontakte mit der dortigen Blaskapelle. Im gleichen Jahr besuchten die Tiroler Aegidienberg und der Verein fuhr nach Tirol.

 

1964 Der Männergesangverein fe­stigte seine internationalen Freundschaften. Man hatte sich zu einer Herrentour vom 30.04. - 04.05. nach Brandenberg/Tirol entschieden. Gleichzeitig wollte man aber die Sangesfreunde in Germering nochmals besuchen. Diese Herrentour wur­de nur mit Privat-Pkw's organisiert. Das waren noch Zeiten. Wie man aus der Chronik ersehen kann, reiste der MGV immer schon sehr gerne. Im Oktober des gleichen Jahres bekam Aegidienberg Besuch aus den Niederlan­den. Der niederländische Gesangverein „St. Rochus" Ubach kam zum MGV, verschönte eine heilige Messe in St. Aegidius und sang im St. Josef Kloster. Hier erklangen sogar niederländische Lieder, da viele Schwestern des Klosters eine Zeitlang in Valkenburg/Niederlande gelebt hatten. Dort befindet sich das Mutterhaus der Fran­ziskanerinnen vom Hl. Josef. Also nicht nur Österreich, sondern auch die Nieder­lande finden Freunde in Aegidienberg.

 

1965  Das 90-jährige Bestehen des Männer­gesangvereins stand an. Nachdem in eigener Regie ein Zelt für 700 Personen auf dem Marktplatz aufgebaut wurde, empfing der Chor die Freunde der Blaska­pelle Brandenberg/Tirol zu einem Besuch. Am Samstagabend fand der Festkommers unter den Klängen der Musikfreunde Brandenberg und vielen befreundeten Chören statt. Sonntagmorgen ging es unter Begleitung des Fanfarenzuges der KG Klääv Botz zu einem Festgottesdienst. In diesem Gottesdienst sang der MGV nochmals die Messe „Missa Salve Regina Pacis", dieses Mal mit den Bläsern der Kapelle Brandenberg, mit Willy Richter an der Orgel und dem Dirigenten Willy Hülder. In seiner Festpredigt dankte Dechant Mat­thias Tummer dem Chor für die Verbundenheit zur Gemeinde und Kirche. Er dank­te dafür, dass der Chor nach dem Kriege die Rolle des Kirchenchores ausfüllte und auch noch heute seine Festtage jeweils mit einem gesungenen Hochamt beginnt. Am Nachmittag des gleichen Tages fand ein Festzug mit allen Ortsvereinen und Gästen durch den Ort und anschließendem Festkonzert statt. Am Montag sollte den Freunden aus Brandenberg die Heimat der Chormitglieder etwas näher gebracht werden. Man fuhr mit ihnen zum Kölner Dom, nach Bonn zum Beethoven Haus, in die Münsterkirche, dem Bundeshaus und besuchte den Petersberg. Leider mussten sich die Freunde am nächsten Tag wieder verabschie­den.

 

1966 Die Verbindung mit dem niederländischen Chor „St. Rochus" Ubach ging leider auseinander. Aber der Vorsitzende des Männergesangvereins, Karl Hückeswagen, hatte 1965 in Königswinter den Vorsitzenden der Harmonie „St. Joseph" Voerendaal, Wim Frankort, kennen gelernt und sie verabredeten einen gegenseitigen Besuch. Der Besuch in Aegidienberg erfolgte erstmals am 10.07.1966. Noch heute sind die Musiker aus Voerendaal gern gesehene Gäste in Aegidienberg.

 

1967 In diesem Jahr kam eine neue Veranstaltung in den Terminkalender. Es ist das bis heute erhaltene Hupperich-Fest. Von einigen Sangesbrüdern wurde das Plateau hergerichtet und hier lassen es sich die Sänger an manchem lauen Sommerabend wohl ergehen.

 

1969 In Aegidienberg feierte man am 5. und 6. Juli das Stiftungsfest. Der Samstag war nur allein der Musik gewidmet. Ab 18.00 Uhr fand ein Platzkon­zert der niederländischen Freunde aus Voerendaal auf dem Marktplatz statt. Doch um 20.00 Uhr begann das große Konzert im Saale Dahm. Es beteiligte sich dar an nicht nur die Harmonie „St. Joseph" aus Voerendaal, sondern auch noch fünf wei­tere Chöre. Wogegen der Sonntag ganz im Zeichen der Gemütlichkeit stand. Nach dem tradionellen Kirchgang mit Totenehrung gab es einen zünftigen musikali­schen Frühschoppen.

 

1970 Der Verein wird 95 Jahre alt. In diesem Jahr muss hart geprobt werden. Es steht ein Konzert in Voerendaal/ Niederlande und das Festkonzert zum Jubiläum auf dem Terminplan. Außerdem sind wieder viele örtliche Jubiläen musikalisch zu untermalen. Willy Hülder legt nach dem Stiftungsfest das Dirigat nieder. Rolf Beitzel ist ab dem 01.10.1970 der neue Dirigent Zelter war kein Wissenschaftler, er war aber ein Erzieher und Pädagoge erster Güte. Seine Grundsätze der Atemschulung, der Tonbildung und der Sprecherzie­hung haben heute noch ihre volle Bedeutung. Stark geprägt wurde Zelters Leistung durch eine große Freundschaft zu Goethe. Als er mit 74 Jahren für immer die Augen schloss, konnte er nicht ahnen, dass nach fast 200 Jahren mehr denn je wieder Kämpfer und Fürsprecher seiner Art gebraucht werden, um die von ihm damals geschaffenen Ideale und Leitbilder zu erhalten und zu fördern. Am 04. Juli  fand  im Festzelt ein Freundschaftssingen mit 10 Chören aus dem Siebengebirge statt. Die Tiroler Freunde aus Brandenberg gestalteten mit ihrer Volks- und Trachtengruppe den Abend. Der Samstagmorgen gehörte den Freunden aus Tirol. Abends fand dann im vollbesetzten Zelt ein „Tiroler Abend" mit anschließendem Tanz statt. Sonntags kamen noch die Freunde aus den Niederlanden zu Besuch, die eben­falls einen Kirchenchor mitgebracht hatten. Der Kirchenchor sang das Fest­hochamt. Nach dem  Hochamt mit Totenehrung  fand  noch ein Frühschoppen statt. Am Sonntagnachmittag wurde ein Festzug durch Aegidienberg veranstaltet. An diesem Festzug nahmen alle Ortsvereine und alle Gastvereine teil. Am 02. November fand das große Festkonzert statt. Als Mitwirkende standen zur Verfügung: Leo Hönscheid (Tenor), Günter Massenkeil (Bass), Otto Beatus (Klavier), ein Kammerorchester sowie der MGV „Liederkranz 1875". Die Gesamt­leitung hatte Rolf Beitzel. Im übrigen verweisen wir auf die Festschrift zum 1OO-jährigen Bestehen.

 

1975 Ein besonderes Jahr für Aegidienberg. Der Männergesangverein „Liederkranz 1875" feierte als ältester Ortsverein sein 100-jähriges Bestehen. Es war ein Jahr voll Aktivitäten. Am 13. April fand eine Matineeveranstaltung statt, wobei dem Verein die „Zelter Plakette" verliehen wurde. Ebenfalls gratulierten die Ortsvereine und befreundete Vereine zum Geburtstag.

                                                                                                      

1976 Nach dem bewegten letzten Jahr stand für den MGV wieder  viel  Arbeit an. Diesmal nicht in Sachen Proben, sondern der Verein veranstaltete einen Familienwandertag (Mai/Juni) in die heimischen Wälder, mit Abschluss auf dem Hupperich.  Der Hupperich, inzwischen der „Hausberg der Sänger" genannt, hatte keinerlei Schutzmöglichkeiten  wenn das Wetter einmal regnerisch war - und so entschloss man sich,  eine Schutzhütte zu bauen. Die Genehmigung hierzu erteilte die Stadt Bad Honnef und der MGV übernahm die Pflege dieser Hütte.

Der Oktober des Jahres stand unter einem schlechten Stern. Rolf Beitzel legte sein Dirigentenamt nieder. Aber die Sonne strahlte bald wieder, Karl-Joseph Krähe übernahm den Posten des Chorleiters. Die Probenarbeit ging also nahtlos weiter.

 

1978 Der Männergesangverein probte fleißig für sein Konzert am 23. April das unter dem Motto stand: „Von der Romantik zur Folklore". Mitgewirkt haben der Män­nerchor Quirrenbach und eine Combo. Der erste Teil bestand aus klassischen Liedern und der zweite Teil aus Balalaika Klängen. Dieses erste Konzert unter dem neuen Dirigenten war ein voller Erfolg. Ganz unverhofft starb am 08.08.1978, der Schirmherr des Chores, Dechant Matthias Tummer, der in Neschen im Ruhestand lebte, nachdem er am 05.08. sein goldenes Priesterjubiläum feiern konnte.

 

1979 Am 03.11. wurde dem Verein die „Engelbert Humperdinck-Plakette" in Gold durch den Landrat Dr. Möller des Rhein-Sieg-Kreises und den Bürgermeister Herkenrath der Stadt Siegburg verliehen.

                                                                         

1980 - feierte der MGV „Liederkranz 1875" Aegidienberg sein 100-jähriges Jubiläum. Wie schnelllebig unsere Zeit ist, merkten die Freunde des MGV und des Chorge­sangs jetzt: obwohl es den meisten noch gar nicht so lange vorkam, stand bei den Sängern um den Vorsitzenden Heinrich Denn die Feier des 105. Stiftungsfestes auf dem Programm. So ein Originalauszug aus der Honnefer Volkszeitung. Dieses 105. Stiftungsfest begann mit einem Festhochamt, welches Pater Breuer zelebrierte. Die musikalische Gestaltung der Totenehrung übernahm das Bläser-corps der KG Klääv Botz, unter der Leitung von Ernst Lilly. Danach brachten die holländischen Freunde aus Voerendaal ein Platzkonzert auf dem Aegidiusplatz zu Gehör, welches leider wegen Regen unterbrochen und in den Saal Dahm verlegt werden musste.

Am späten Nachmittag fand das große Festkonzert statt, gestaltet von der „Har­monie St. Joseph" Voerendaal, dem Männerchor Quirrenbach und dem MGV „Lie­derkranz 1875" Aegidienberg. Man brachte Operettenmelodien zu Gehör. In der Pause wurde das aktive Mitglied Matthias Buchholz für 50-jährige Singetätigkeit geehrt.

 

1981 In Aegidienberg wurde erstmals der „Tag des Liedes" durchgeführt. Es ist eine Veranstaltung des Deutschen Sängerbundes an dem in diesem Jahr 13 Chöre der Gruppe Siebengebirge teilnahmen.

 

1982 Aegidienberg erhielt ein neues Pfarrzentrum. An der Errichtung hatten sich alle Ortsvereine beteiligt, auch der MGV. Zur Einweihung am 14.10. übernahm der Männergesangverein einen Teil der musikalischen Gestaltung. Im gleichen Jahr fand ein Konzert der drei Aegidienberger Chöre im neu erbauten Pfarrzentrum statt, mit dem Kirchenchor Cäcilia (Leitung Willy Hülder), dem Jugend­chor St. Aegidius (Leitung Robert Buchholz) und dem MGV (Leitung Karl-Joseph Krähe). Die Zusammenarbeit dieser Chöre war hervorragend. Der Beifall der an­wesenden Besucher bewies es.

 

1984 Der Männergesangverein probte „Europa". Er stellte sein diesjähriges Konzert, welches am 31.03. stattfand, unter das Motto „Mit Sang und Klang durch Europa". Verstärkt wurde er dabei vom Mandolinenorchester Hennef-Kurscheid und dem Pianisten Viktor Moser (Vater des Wundergeigenkindes Sophie Moser). Musika­lisch ging es bei diesem Konzert quer durch Europa von Deutschland nach Frank­reich, Spanien, Russland und zurück zur Waterkant. Die Besucher, die trotz des herrlichen Frühlingswetters das Konzert im Saale Dahm besuchten, bereuten es nicht.

 

1989 Im November bat der Chorleiter Karl-Joseph Krähe aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen um seine Entlassung. Er versprach aber, so lange dem Chor zur Verfügung zu stehen, bis ein neuer Chorlei­ter gefunden sei. Ein harter Schlag für den MGV.

 

1990 Man fand einen neuen Chor­leiter. So konnte am 3. Januar 1990 die erste Probe im neuen Jahrzehnt schon mit dem neuen Chorleiter Marcel Raimund Engels begonnen werden. Mit seinen 24 Jahren war er jung und dynamisch. Marcel Engels ist musikalisch vorbelastet, sein Groß­vater war Tenor an der Kölner Oper und langjähriger Chorleiter bei verschiedenen Chören, der Vater war ebenfalls Tenor an der Kölner Oper.

 

1992 Auf Einladung der Stadt Bad Honnef sang der Chor am 25.04. anlässlich der Unter­zeichnung der Städtepartnerschaft Bad Honnef / Cadenabbia bei einer Kranznie­derlegung am Grabe des Bundeskanzlers Dr. Konrad Adenauer. Auch der MGV stellte unter Beweis, dass er als weltlicher, nicht konfessions­gebundener Chor, seinen Zuhörern ein Kirchenkonzert bieten kann. Am 22. No­vember hatte der Chor zu einem Kirchenkonzert in St. Aegidius eingeladen. Er zeigte sein Können mit Horst Meinardus an der Orgel (Chordirektor der Oper Köln), Raimund Engels als Tenor und Iris Engels als Sopranistin, beide ebenfalls von der Oper Köln. Die Gesamtleitung hatte Marcel Raimund Engels. Dieses Konzert wurde in der Presse als reines „Engel-Konzert" beschrieben. Die Besucher in der vollbesetzten Kirche dankten dem MGV mit anhaltendem Applaus.

 

1994 Ein besonderes Ereignis hatte der Chor in diesem Jahr. Er fuhr zum „Internationa­len Sängerwettbewerb" nach Raeren in Belgien. Der MGV „Liederkranz 1875" bil­det mit dem MGV „Sängerbund" Siegburg-Braschoß, MGV Siegburg-Kaldauen und dem Männerchor der Bäckerinnung Siegburg eine Chorgemeinschaft unter dem Namen „Siegrheinische Chorgemeinschaft". 120 Sänger traten gemeinsam auf. Nur sieben Tage später, am 27. März, fand ein Chor- und Orchesterkonzert mit den holländischen Musikfreunden aus Voerendaal im Saale Dahm statt. Die Niederländer hatten auch ihre Drumband mitgebracht, die erstmalig den er­sten Teil des Konzertes bestritt. Es war für die Besucher ein völlig neues Musik­erlebnis. Den 2. Teil des Konzertes gestaltete der MGV mit der Harmonie „St. Joseph" unter dem Motto „Beliebte Melodien".

 

1995 Der Männergesangverein „Liederkranz 1875" Aegidienberg besteht inzwischen seit 120 Jahren.

Für Aegidienberg war das ein Ereignis, aber es geschah in der Welt noch so allerhand. Mit dem 119. Bunten Abend in der Karnevalszeit begann das Jubiläumsjahr. So manch anderer Termin ist auch schon Tradition geworden: z.B. die Mitwirkung am Veilchendienstagszug, Maiansingen, Wandertag, Hupperichfest (abendliches Grill­fest). Ebenso überbringt der MGV musikalische Grüße zur Krummölser Kirmes (Heimatfest der vertriebenen Niederschlesier aus dem Ort Krummöls, Kreis Löwen­berg). Nachdem der Saal Dahm (1997) nicht mehr existiert, findet diese Veranstaltung im Haus Schlesien, Heisterbacherrott statt. Der MGV ist immer noch dabei. Nicht zu vergessen die Reibekuchen, auf der Jillienberger Kirmes, für die der MGV alle vier Jahre verantwortlich ist.

Der Männergesangverein ist und war stets bemüht auch die älteren Mitbürger an seiner Gemeinschaft und Kameradschaft teilhaben zu lassen. Deshalb war der Chor hocherfreut, als er von Udo Kabot (Oper der Stadt Köln), und Dieter Steffens (Präsident KG Müllemer Junge), eingeladen wurde, in der Stadthalle von Köln-Mülheim an einem Wohltätigkeitskonzert für die älteren Mitbürger mitzuwirken.

Als Siegrheinische Chorgemeinschaft trat der Chor gemeinsam mit dem MGV „Sän­gerbund" Siegburg- Braschoß, MGV Siegburg-Kaldauen, Männerchor der Bäcker­innung Siegburg auf. Mit von der Partie waren, Maria Brecht (Sopran), Raimund Engels (Tenor) und Udo Kabot, alle Mitglieder des Opernhauses der Stadt Köln, und Glenn Lewis am Flügel sowie das Mandolinenorchester Niederkassel. Es war der erste Auftritt unseres Chorleiters Marcel Engels nach seiner Ernennung zum Chordirektor FDB.(Fachverband Deutscher Berufs-Chorleiter). Der Sommer neigte sich langsam dem Ende zu und das Geburtstagswochenende zum 120-jährigen Bestehen sollte mit allen Aegidienbergern am 07. und 08. Okto­ber gefeiert werden. Das aktive Mitglied Kurt Ziegert und Gisela Schurff mit Freunden hatten sich vor­genommen, den Saal Dahm in eine „Aegidienberger Blumenschau" zu verwan­deln. Das ist ihnen auch hervorragend gelungen; solch eine Blumenpracht hatte Aegidienberg noch nicht erlebt. Aber das war nicht der einzige Höhepunkt an diesem Wochenende. Am Samstagmorgen konnten die Sänger nach 20 Jahren wieder einmal ihre Musik­freunde aus Brandenberg / Tirol in Aegidienberg begrüßen. Sie brachten sogar dem Schirmherrn des Jubiläums Dr. Rolf Junker, Stadtdirektor der Stadt Bad Honnef, und den Honnefer Bürgern am Vogelbrunnen in Bad Honnef ein Ständchen bzw. boten ein Platzkonzert. Am gleichen Tag bewiesen die Musikanten ihr Können, bei einem fast 3-stündigen Konzert in Aegidienberg. Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Tradition. Nachdem die Blaskapelle die Sänger mit Musik in die Kirche begleitet hatten, spielten sie im Gottesdienst die „Europamesse" von Nagel. Die Instrumentalmesse wurde anlässlich des Besu­ches von Papst Johannes Paul II. in Innsbruck komponiert. Nach der Messe ge­dachte man der Verstorbenen am Ehrenmal vor der Kirche. Mit Musik ging es zurück in den Saal Dahm zum Festkommers. Leider mussten sich am frühen Nach­mittag die Bläser wieder verabschieden und in Aegidienberg ging es mit einem Freundschaftssingen, an dem 13 Chöre teilnahmen, weiter. Es ist dem MGV sicher wieder einmal gelungen, mit den Aegidienberger Bürgern eine gute Gemeinschaft zu finden. Die Musikanten der „Harmonie St. Joseph" aus Voerendaal konnten leider an dem Jubiläum nicht teilnehmen; sie hatten nämlich am gleichen Wochenende eine ei­gene große Veranstaltung, sagten aber ihr Kommen für das Frühjahr 1996 zu. Aber die Jubiläumsveranstaltungen waren noch nicht beendet. Am 04. November lud der MGV zum Festkonzert. Mit dabei war Raimund Engels (Tenor), der mit Arien aus „Rigoletto", „Freischütz" und der „Zauberflöte" das fachkundige Publi­kum begeisterte. Uwe Münch begleitete ihn am Klavier und das junge Orchester „Monte Ponti" zeigte sein Können. Der Männergesangverein hatte sich Opernchö­re ausgesucht: u.a. „Bakarole", „Chor der Landleute", „Zigeunerchor", „Pilgerchor", „Soldatenchor" und schließlich das „Trinklied" aus La Traviata von Verdi. Wobei anzumerken ist, dass die Oper „La Traviata" von Verdi in Bad Honnefs Partner­stadt Cadenabbia komponiert wurde. Der Dank der Konzertbesucher zeigte den Chorsängern mit ihrem Dirigenten, dass sie auf dem richtigen Weg sind. Als letzte Veranstaltung des Jahres stand das Singen am 3. Adventssonntag im Franziskus-Haus an. Die Sänger hatten den Tenor Raimund Engels für diesen Auf­tritt verpflichtet, um den Senioren und dem Pflegepersonal auch im Jubiläumsjahr des MGV's eine besondere Freude zu bereiten. Für den Chor war das Jahr 1995 ein arbeitsreiches und erfolgreiches Jahr.

 

1996   In der Mitgliederversammlung am 12. Januar wurde Alfred Dahm für seine 50-jährige Zugehörigkeit als aktiver Sänger des MGV zum Ehrenmitglied ernannt. Am 31. März kamen dann die Freunde aus Voerendaal / Niederlande um mit dem MGV ein Gemeinschaftskonzert zu geben. Die Niederländer hatten alles aufgebo­ten, was zur „Harmonie St. Joseph" gehörte. Sie kamen mit großem Orchester unter neuer Leitung von Roger Niese und der Drumband unter Leitung von Ad Knops. Beide Musikgruppen begeisterten die Aegidienberger Besucher.

 

1997 In Aegidienberg wurde der Saal Dahm nach Beendigung der Karnevalszeit ver­kauft. Der MGV hatte keinen Probenraum mehr. Aber die Familie Dahm, deren Gaststätte schon seit 120 Jahren als Vereinslokal des MGV diente, bot dem Verein an, die ehemalige Sektbar in Eigenregie zum Probenraum umzubauen. Dieses wurde von den Mitgliedern des Männergesangverein mit viel Elan durchgeführt, und so blieb die Probenheimat weiterhin erhalten. Heute trägt dieser Raum den Namen "Sängerklause". Im gleichen Jahr fand erstmals das jährliche Hupperichfest als sonntäglicher Früh­schoppen mit Grillen statt. Die Veranstaltung sollte ab jetzt ein Beitrag zur Pflege der Geselligkeit außerhalb des eigentlichen Vereingeschehens für alle Bürger sein. Der MGV bietet damit eine Gelegenheit, in fröhlicher Runde gut zu essen und zu trinken, neue Bekanntschaften zu machen und alte zu pflegen. Selbst für die Kin­der gibt es Abwechslung.

Aber mit großer Sorge sah man dem geplanten Konzerttermin entgegen. Wo sollte das Operettenkonzert stattfinden? Da es in Aegidienberg keine Örtlichkeit mehr gab,, entschloss der MGV, ein Advents- und Weihnachtskonzert in St. Aegidius, aufzuführen. Pfarrer Jürgen Erdmann sagte sofort zu. An dieser Stelle sei ihm dafür nochmals gedankt.

 

2000 Am 28. Mai fanden sich in Aegidienberg sieben Chöre ein, um am „Tag des Liedes" im Bürgerhaus mitzusingen. Das war die erste Veranstaltung im Jubiläumsjahr.

Unter dem olympischen Motto des Barons Pierre de Coubertin steht auch das 125-jährige Jubiläumsfest des Männergesangverein „Liederkranz 1875".e.V. Jung und Alt, Freunde und Gönner, Neubürger und Alteingessene, Interessierte und Fans sind eingeladen, nach Herzenslust mitzufeiern. Folgen Sie unserem Aufruf und freuen Sie sich schon jetzt auf die legendäre Formel.  

Ein musikalischer Höhepunkt des Jahres war das Festkonzert "von der Operette zum Musical" am 04. Nov. 2000 Eröffnet wurde der Reigen der musikalischen Großereignisse mit dem Festival der Volksmusik.

Bekannte Interpreten aus Film, Funk und Fernsehen ( Kammersänger Günter Wewel Bass, und Moderation) unterstützten unsere Sänger bei einem „Volkstümlichen Musik- und Tanzabend“.

Fünf Stunden lang wurden die Gäste im voll besetzten Bürgerhaus in Aegidienberg mit Show, Gaudi, Gesang und Tanz unterhalten. Schon alleine die bayerischen „Eisbachbuaba“ waren das Eintrittsgeld wert. Eine hochkarätige Show-Einlage war ein Alphorn-Solo auf einem Instrument, das aus Leitungsrohren und einer WC-Schüssel zusammengebaut war. Auch die erst neunjährige Janine, ein echter Kinderstar der Volksmusik, traf das Publikum mitten ins Herz, mit dem Titel „Omi ist die Beste“. Unbeschwert, ehrlich und sympathisch sang sich die 17 Jahre junge Künstlerin Brigitte Aichner in die Herzen des Publikums. Bei ihrem Saxophon-Solo „Sierra Madre del Sol“ funkelte das Bürgerhaus im Lichterglanz aus vielen hundert Feuerzeugen. Weiter ging es mit dem Züricher Claudio de Bartolo, der Traum aller Schwiegermütter.

Für alle unerwartet trat auch noch Andy Borg musikalisch im Bürgerhaus auf.

 

2001 Im Jahr 2001 konnte der MGV Liederkranz Aegidienberg ein weiteres Jubiläum feiern.

Der 125. Bunte Abend seit dem Jahr 1876, ein Großereignis des hiesigen Saalkarnevals, begeisterte die Jecken und brachte die Stimmung zum Kochen. Akteure und –innen des MGV um den Vorsitzende Heinrich Denn und Chorleiter Marcel Engels gestalteten bis in den frühen Morgen ein mitreißendes Programm. Es wurde gesungen, geschunkelt, getanzt und gelacht bis weit nach Mitternacht.

 

2002  Chorleiterwechsel

Im August 2002 wurde eine außerordentliche Mitgliederversammlung notwendig. Im Saal des Vereinslokals „Zur Dorfschänke“ haben die aktiven Mitglieder des Männergesangvereins Liederkranz 1875 e.V. den ehemaligen Chorleiter Marcel Engels abgewählt und an seiner Stelle den neuen Chorleiter Ulrich Hülder, einen Jillienberger Jung, bestimmt. Ulrich Hülder, genannt "Ulli“, hat damit eine Familientradition fortgesetzt, denn schon sein Vater, Willi Hülder, hat den Chor von 1962 bis 1970 geleitet. 

 

2003  Neuer Vereinsvorsitzender

Im Juli 2003 wurde bei einer erneuten außerordentlichen Mitgliederversammlung als neuer 1.Vorsitzender Eberhard Bialkowski von den Mitgliedern des Männergesangvereins gewählt.

Der neue Vorsitzende dankte Heinrich Denn für 23 Jahre Vorstandsarbeit. Anschließend musste auch der gesamte geschäftsführende Vorstand neu gewählt werden.

Gewählt wurden : Bernd Gierig zum 2. Vorsitzenden, Gerhard Scholz zum Schriftführer und Herbert Zeisel zum Kassierer.

 

Die Sängerfrauen.

Ein derartiger Rückblick ist nicht möglich ohne die Sängerfrauen zu erwähnen. Sie haben in vielfältiger Weise ihre Männer bei den unterschiedlichsten Aktivitäten des Vereines unterstützt. So trugen sie mit ihrer Unterstützung zum Gelingen von Bunten Abenden, Karnevalszügen, Konzerten, Hupperich Festen, Wandertagen und vielem mehr zum Gelingen bei.  Daraus bildete sich eine kleine Gruppe, die sich „Die Möppchen“ nannten. Bezeichnend für die gute Zusammenarbeit der Möppchen mit dem Chor sind die nachfolgend abgedruckten Betrachtungen von Anne Bialkowski (Ehefrau des 1. Vorsitzenden, Eberhard Bialkowski)

 

Die „Möppchen“

Vor mir steht ein schlichter Weinpokal mit der Inschrift „20 Jahre Möppchen“. Ein wenig wehmütig gehen meine Gedanken zurück. Wer oder was waren die „Möppchen“? Nirgendwo in den Festschriften fand ich bisher einen Hinweis darauf. Es war eine Gruppe von Sänger-Ehefrauen, die sich einmal im Monat rundum traf. Traditionell wurden eine Käseplatte und die „Möppchen-Suppe“ angeboten. Im Mitmachwörterbuch der rheinischen Umgangssprache, herausgegeben vom Landschaftsverband Rheinland, steht geschrieben: „Im zentralen Rheinland sind Moppen… auch die Früchte in einer Bowle… (hier auch als Möppchen bezeichnet).“ Die „Möppchen“ wurden bereits 1978 von einer Gruppe um Roswitha Denn ins Leben gerufen. Die Mitglieder wechselten im Laufe der Jahre. Wir machten Ausflüge wie zum Weihnachtsmarkt nach Bernkastel-Kues, zu Holiday on Ice nach Deutz oder auch ins Hännesche-Theater nach Köln oder sogar zu einem Casting für eine Fernseh-Show. Es waren wunderschöne Erlebnisse. Aber so richtig in die Öffentlichkeit traten die Möppchen im Karneval, hauptsächlich am Bunten Abend des MGV. Nicht selten waren sie der Höhepunkt des Abends am Schluss der Veranstaltung. Da gab es Auftritte wie „Das bisschen Haushalt“, „Weiber-Regiment“, Werbefernsehen, Tanzschule, Modenschau, Schlümpfe und viele, viele andere.

Besonders zu nennen sind ebenfalls die Beiträge von Roswitha Denn und Inge Sauermann als „Heini und Pauli“ mit ihren Sonnenblumen, die so manche Begebenheit rund um den Verein und um Aegidienberg in humorvoller Weise „aufs Korn nahmen“. Die Möppchen bereicherten auch so manchen Seniorennachmittag des Bürgervereins. Schon lange vor dem Bunten Abend wurde geheimnisvoll gekramt, genäht, geprobt, alles ohne unsere Sänger-Ehemänner. Die schauten sicherlich manches Mal mit bangen Augen auf die Bühne, wussten sie doch nicht, was sie erwartete! Diese Vorbereitungen habe ich in besonders schöner Erinnerung und denke oft an unsere Trainerin Doris Ziegert, die sogar noch „ein bisschen schwanger“ mit uns probte. Hier seien einmal die zahlreichen Sängerfrauen der Möppchen genannt, die im Laufe der vielen Jahre dabei waren (hoffentlich wurde niemand vergessen!): Roswitha Denn, Christel Diehl, Gerda Ban, Liesel Ziegert, Margret Hessler, Barbara Lorenz, Marlene Buchholz, Hedi Leven, Liesbeth Ziegert, Inge Sauermann (das waren die ersten!), Martha Haase, Hanni Ziegert, Anne Bialkowski, Monika Gierig. Auch ein „kooptiertes“ Mitglied war dabei, und zwar Maria Höfer.

Im Jahr 2003 lösten sich die Möppchen auf, sie waren halt „in die Jahre gekommen“. Ich war damals traurig. Und manchmal erinnere ich mich an diese Zeit, wenn z.B. am Bunten Abend das ein oder andere Kostüm aus Möppchen-Zeiten auftaucht oder auch in diesem Jahr, als Martha Haase im rosa Röckchen mit Hanni Ziegert als „Der Clown und das Mädchen“ auftrat. Für mich war das noch einmal ein ganz klein wenig Möppchen-Zeit!                                                                           Anne Bialkowski

 

2004  Konzert mit Melodien aus der Welt der Oper

Zu den Vorarbeiten für das große Konzert gehörte auch ein Chorseminar, das am ersten Oktoberwochenende in Bad Marienberg durchgeführt wurde. Dann war es soweit: Erwartungsvolle Gäste füllten das Bürgerhaus bis in die letzten Reihen, um eine hervorragenden musikalischen Abend zu erleben. Die Sänger um Ulrich Hülder wurden unterstützt vom Akademischem Orchester Bonn und den Solisten Ruth Krämer (Sopran) und Jan Pawel Nowacki (Bass). Chor und Solisten boten Ohrwürmer aus bekannten Opern, wie Troubadour, Margarete, Freischütz, Zauberflöte u.A.  

                                                                                             Bernd Gierig

 Die Presse überschrieb ihren Artikel mit „Chorgesang  auf goldenen Flügeln“ (General-Anzeiger v. 10.11.2004).

  

2005  Sängerfahrt nach Bad Staffelstein

 Das Jahr 2005 war für den Chorleiter Ulrich Hülder, die Sänger und deren Familien ein aufregendes und stressiges Jahr mit vielen Auftritten und Proben um das 130 jährige Jubiläum des MGV. Nach umfangreicher Planung und Vorbereitung fuhr die Sängerfamilie mit dem Bus in das Lichtenfelser und Coburger Land und dort in die Stadt des Rechen Künstlers Adam Riese, Bad Staffelstein. Im Bamberger Dom erfolgte der erste erfolgreiche Auftritt, dirigiert von Willi Hülder. Am anderen Tag wurde die Veste Coburg bestiegen und in der nahen Basilika „Vierzehnheiligen“ wieder zur Ehre Gottes gesungen. Viele Wallfahrer lauschten ergriffen den bekannten Weisen. Auf der Rückfahrt am Sonntag wurde in Neuenmarkt – Wirsberg das Deutsche Dampflok Museum besucht und Erinnerungen aus Kindheitstagen geweckt. Es war schon beeindruckend diese riesigen alten aber gepflegten und betriebsbereiten Dampfrösser aus der Nähe zu erleben, zu berühren und zu riechen. Im Landhotel „Zum Löwen“ im Schwabthal wurden zwei fröhliche Abende bei Tanz und Musik zur Entspannung durchlebt und dabei auch die fränkische Küche und das fränkische Bier genossen.                                                                                                                       Bernd Gierig

 

 Aus Anlass des 130-jährigen Bestehens veranstaltete der Verein einen „Tag der offenen Türe“ im Vereinslokal Zur Dorfschänke in Aegidienberg. In vielen Arbeitsstunden hatten die Sänger den Probenraum im Souterrain des Hauses renoviert. Fliesen wurden gelegt, die Wände gestrichen und eine bessere Beleuchtung installiert. Fotos aller bisherigen Vorsitzenden und Dirigenten wurden an den Wänden aufgehängt. Der Verein führte vor dem Lokal und im Probenraum eine Ausstellung über die Aktivitäten der letzten 130 Jahre durch. Im Rahmen der Veranstaltung wurde eine Ehrentafel für die langjährige Gastfreundschaft als Vereinslokal an der Tür der Gaststätte feierlich von der Bürgermeisterin Wally Feiden enthüllt. Zahlreiche Zuschauer und Ehrengäste waren bei der Enthüllung der Ehrentafel anwesend. Eine offene Chorprobe, an der sich zahlreiche Zuhörer von der gesanglichen Qualität und Leistungsfähigkeit von Chor und Dirigenten überzeugen konnten, rundeten den Tag der offenen Tür ab.

 

2008  Frühlingskonzert

Am 30. Mai ist der Weltuntergang! Nicht so in Aegidienberg! Der MGV Liederkranz 1875 e.V. veranstaltete am Samstag, den 31.Mai 2008 im Aegidienberger Bürgerhaus sein „Großes Frühlingskonzert“ mit Melodien aus Oper, Operette bis hin zu Revue. Anknüpfend an das erfolgreiche Opern Konzert von 2004 wurde Ende Mai im Bürgerhaus das Frühlingskonzert mit Melodien aus Oper, Operette bis Revue durchgeführt. Zunächst wurde wieder an einem Wochenende in Bad Marienberg ein Chorseminar als Vorbereitung absolviert, bevor die Sänger mit Lampenfieber auf der Bühne Aufstellung nahmen. Der Saal war gut gefüllt; denn der Chor des MGV, der Solist Jan Pawel Nowacki und das Akademische Orchester Bonn versprachen musikalischen Hochgenuss. Melodien aus dem „Vogelhändler“ von Carl Zeller, dem „Freischütz“ von Carl Maria von Weber oder „Die Blume von Hawaii“ von Paul Abraham rissen das Publikum zu Beifallsstürmen hin. Besonders der sonore Bass des Solisten und seine lustigen Kostümierungen begeisterten die Konzertbesucher. Mit einem Potpourri „Ein Abend bei Paul Linke“ beschlossen dann der Bassist Jan Pawel Nowacki, das Akademische Orchester Bonn und der Chor den musikalischen Abend. Die Gesamtleitung hatte wieder Ulrich Hülder. Durch das Programm führte der Sänger Gerhard Scholz mit großer Detailkenntnis und Humor. Lang anhaltender Applaus war der Lohn für eine gelungene Veranstaltung.

                                                                                             Bernd Gierig

 

2009

 

 Text und Bild von Cosima Gill

 

2010  Das Jahr unseres 135-jährigen Jubiläums

 Wir feiern unser 135-jähriges Stiftungsfest mit einem Festkommers im Bürgerhaus am 23. Oktober 2010 um 19.00 Uhr.

 Die Schirmherrschaft haben die Aegidienberger Geistlichen, Frau Pfarrerin Birgit Henschel und Herr Pfarrer Heiner Gather, übernommen.

Folgende Chöre haben ihre Teilnahme zugesagt: Chorgemeinschaft Bad Honnef, Vorsitzender Claus Scheel       Kirchenchor Cäcilia Aegidienberg, Vorsitzende Ulrike Müller, Männergesangverein Eintracht Ittenbach, Vorsitzender Manfred Görres Männerchor Quirrenbach, Vorsitzender Josef Göbel und natürlich der Männer-Gesangverein „Liederkranz“ 1875 Aegidienberg.

 

2012

 Text und Bilder von Roswitha Oschmann

 

 

Die weiteren Jahre sind in Bearbeitung.